Safeguarding Cultural Heritage
DREI TATORTE & EIN TEAM. Überall auf der
Erde gibt es kulturelle Schätze, die es zu erhal-
ten gilt. Kein Land schafft das allein. Es bedarf
der Anstrengungen vieler, um Fachkräfte und
finanzielle Mittel zu bündeln. Kulturerhalt
funktioniert nur gemeinsam. In Vietnam sind
es vor allem das tropische Klima und der
Mangel an Restauratoren, die der Bewahrung
vieler historischer Stätten im Wege stehen.
2003 machte sich ein Team deutscher Experten
daran, die Konservierung und Restaurierung
erhaltenswerter Malereien und Architektur mit
der Ausbildung einheimischer Fachkräfte zu
kombinieren. Es begann im An Dinh Palais in
Hué – dank des großen Erfolges wurden die
Arbeiten auf das Grabmal des Kaisers Tu Duc
bei Hué und den Dorfkern Tran Dangs bei
Hanoi ausgedehnt. Drei Projekte an drei
schönen Tatorten, die zeigen, wie deutsch-
vietnamesische Zusammenarbeit zur Wahrung
der kulturellen Identität und Stärkung der
Kompetenz im Lande beitragen kann.
Erbaut von Vietnams vorletztem Kaiser Khai Dinh bietet das An Dinh Palais prächtige Wand- und Deckenmalereien. Frankophil inspiriert öffnet sich die klassisch-vietnamesische Dekoration hier europäischen Einflüssen. Eine einzigartige Verbindung, deren Bewahrung nun gesichert ist.
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Kaiser Tu Duc ließ seine Grabanlage bereits zu Lebzeiten errichten. Eine weitläufige, harmonische Mischung aus Architektur und Natur, die zu den vollkommensten dieser Stätten zählt. Als Pilotprojekt werden das Eingangstor zum Grab selbst und die dahinter gelegene Geisterblende konserviert und restauriert.
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Bis heute ist der historische Dorfkern zentraler Punkt des Lebens von Tran Dang. Versammlungen, Markt und Schutzgeistverehrung konzentrieren sich im und rund um das Gemeindehaus, das nun mit Blickrichtung auf das gesamte Ensemble aus Pagode, Glockenturm, Brunnen und Brücken restauriert wird.
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